Integration


Integration im Kindergarten

Ein weiteres Ziel unserer Arbeit ist die gemeinsame Erziehung behinderten und nicht behinderten Kindern (Integration). Seit dem 01.08.1997 betreuen wir in unserer Einrichtung auch Kinder mit Behinderung und Kinder die von Behinderung bedroht sind.

Was verstehen wir unter der Formulierung: „von Behinderung bedroht"?

Kinder können aus vielfältigsten Gründen unterschiedliche Fortschritte in ihrer Entwicklung machen. Es gibt Kinder die in Ihrer Entwicklung verzögert sind oder Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Das können Verzögerungen in der Sprachentwicklung, in der Motorik, oder auch Verhaltensauffälligkeiten in der Sozialkompetenz (Hyperaktivität, Kontaktarmut, evtl. weitere Beispiele) sein.

Ohne intensive Förderung würden diese Entwicklungsverzögerungen/ Verhaltensauffälligkeiten sich vergrößern und können später evtl. zu Lernbehinderungen führen. Kinder die mit solchen Defiziten zu uns kommen, brauchen genauso wie Kinder mit Behinderung ein hohes Maß an Zuwendung, Zeit, Hilfe und Förderung.

Je nachdem um welche Art der Behinderung es sich handelt, werden die Erzieherinnen der Gruppe gemeinsam mit einer päd. Zusatzkraft ein Förderprogramm, gezielt für jedes integrativ bereute Kind, konzipieren. Das können tägliche Bewegungseinheiten im Turnraum oder Bällebad, Spielen in Kleingruppen außerhalb des Gruppenraumes, oder spezielle Ruheübungen, sein. Die Fördermöglichkeiten sind allerdings begrenzt. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass notwendige therapeutische Maßnahmen (Ergotherapie, Logopädie, Krankengymnastik ...), im Kindergarten nicht geleistet werden können. Für diese spezifischen Therapien fehlen uns die räumlichen Rahmenbedingungen und die fachliche Ausbildung.

Wenn festgestellt wird, dass ein Kind intensive Förderung und Betreuung benötigt, wird gemeinsam mit den Eltern und den Erzieherinnen überlegt, welche Möglichkeiten der Betreuung es gibt. Entscheiden die Eltern sich für eine Integration im Regelkindergarten, wird ein Antrag über das örtliche Jugendamt beim LWL (Landschaftsverband Westfalen Lippe), gestellt. Eine Förderung beginnt spätestens zwei Monate nach Antragstellung.